02/09/2026
Zur Zeit beobachte ich genau, wer wie gut mit seinem zugewiesenen Platz zurecht kommt. So muss ich feststellen, dass eine wunderbare Strauchrose, die ich gegenüber des Hauseingangs gepflanzt habe, sich nicht ganz wohl fühlt. Offensichtlich sind die großen Thuja und Wacholderbäume, die inzwischen eine Höhe von fast 20 Metern erreicht haben, zu dicht. Dazwischen ist der Zaun zum Nachbarn, die Stämme der Bäume fast direkt dahinter. Auch die Nachbarn sind verwundert wie schnell dreißig Jahre vergangen sind und wie groß die Bäume wurden. Aber niemand will sie weghaben, spenden sie doch auch zur ihrer Seite hin Schatten.
Zu beachten ist: Der Boden ist verwurzelt, das Wasser wird abgezogen, die Sonne kommt wunderbar von vorne, doch die Rose fühlt sich nicht wohl. Nun geht es auf die Suche, um ihr im Beet, im Rasen, an einer anderen Stelle einen Platz zu geben, an dem sie dann wieder üppig blühen kann.
Da ist nur ein Beispiel. Der zum Teil sehr heiße Sommer hat gezeigt, wo und was ich umpflanzen muss, um nicht zweimal am Tag gießen zu müssen. Das ist zuviel Arbeit und unnötiger Wasserverbrauch. Wir müssen uns anpassen, auch im Garten. Es gibt auch Erfolgsgeschichten: Einen japanischen Schneeballstrauch, der drei Jahre lang nicht mehr gut gedieh, nachdem er im ersten und im zweiten Jahr üppig geblüht hatte, sah ich nun keine Blüte mehr. Trotz ausgiebigem Wässern wurde er immer weniger.
Auch da hatte ich die Wurzeln der Nachbarn unterschätzt. Nun durfte der Strauch umziehen, an einen Platz, mit mehr Licht, mehr Raum. Immerhin hat er im Frühling an kleine Blüten gezeigt. Auch das Blattwerk treibt aus.
Wie gesagt, jetzt ist die richtige Zeit genau hinzuschauen, dann spätestens Ende September, Anfang Oktober können die Kandidaten umziehen, sich noch gut eingewöhnen und im Frühling starten.