31/03/2014
Hallo, erzähl den Lesern doch etwas über dich.
Moin! Ich bin der Marcel und 31 Jahre alt. Ich lebe und wohne mehr oder weniger in Leipzig und bin stolz darauf euch heute ein Interview geben zu können und grüße alle Leute die mich kennen: Huhu!
Wieso hast Du Dich für „Knast-Tattoos-LE“ entschieden?
Entschieden ist hier vielleicht der falsche Begriff, ich habe mit einen Bekannten von KTLE gechattet, wollte etwas über das Vorgehen usw. wissen und schon wenige Stunden später klingelte es an der Tür und er stand vor mir, packte seinen Kram aus und legte los ... ohne so richtig zu fragen.
Was war das für ein Gefühl?
Anfänglich war ich etwas Angstbehaftet, mit allem drum und dran. Also schwitzige Stirn, zittrige Hände. Nach einem Bier war dann aber alles wieder in Ordnung und ich fast Schmerz- und Angstlos!
Und der erste Stich?
Ich muss gestehen etwas kitzlich zu sein, entsprechend lustig war der erste Stich. Dummerweise war dieser ohne Tinte nicht sichtbar und wir wussten nicht ob die Nadel es unter die Haut geschafft hat. Also musst ich die Zügel in die Hand nehmen und mich Testweise selbst Stechen. Dabei habe ich die Nadel bis zum Anschlag unter die Haut gedrückt und Versucht sie darunter lang zu ziehen (später auch noch einmal ohne Maschine). Natürlich konnte dies nicht funktionieren, es war also trotzdem nichts zu sehen! Also blieb uns nur der Test mit Tinte, was dann auch sofort Problemlos funktionierte. Dem folgten sofort drei schicke Tattoos in schwarz!
Wie kamen das Motiv zu Stande?
Ich hatte da schon seit Jahren etwas im Kopf, Uli F. meinte aber schon beim ersten Sichten „Du überschätzt meine Fähigkeiten“ und nach dem hin und her mit den ersten Strichen entschied ich mich spontan für ein 1953 auf dem Fuß. Auf Uli’s zureden folgte dem noch ein kleines SGD darüber.
Wie zufrieden bist Du mit der Arbeit?
Zu 100%!
Was hast Du als erstes nach der kleinen Session gemacht?
Ich bin den StudiVZ-Gruppen „Geil, geiler Tätowiert“ und „Aha, Du hast ein Tattoo aber ich bin Tätowiert“ beigetreten.
Hast Du es bereut?
Bis heute nicht. Es fühlt sich einfach gut an in seinen Sandaletten durch die Stadt zu gehen, die bewundernden Blicke der jungen Mädchen, die abwertenden der konservativen Rentnerfraktion. Und dann noch die ganzen Tätowierten Viecher, mit denen ich seit dem abgrüße. Wir gucken uns an und wissen „Geil, der gehört dazu!“. Auch meine erste Onkelz-Party nach dem Stechen, unvergessen mit wie viel Stolz ich sang „Wir sind Kneipenterroristen, schwerstens Tätowiert, wir haben immer einen Sitzen ganz egal was auch passiert“. Einer der schönsten Tage meines Lebens!
Was ist Deiner Meinung nach besser bei KTLE als bei anderen Tätowier-Buden?
Das ist alles nicht 08/15, man kann selbst aktiv mitarbeiten, auch selbst stechen. Es wird auf diesen ganzen Neumodischen Kram wie Gummihandschuhe, Alkohol oder Mundschutz verzichtet. Das schenkt Vertrauen, das macht Spaß!
Die Hygiene …?
Hygiene war für mich noch nie ein Thema, ich wechsel fast täglich die Unterwäsche ! Der europäische Durchschnitt liegt wohl bei sieben Tagen, also kein Grund zur Sorge.
Hast Du vor Dir weitere Tattoos machen zu lassen?
Ja, natürlich! Es ist wie eine Sucht. Erst der Strich auf dem Oberschenkel, das 1953, darüber das SGD, der Strich auf dem Knöchel … das kann und wird noch nicht das Ende gewesen sein!
Danke für das kurze Interview!
Immer wieder gern!