05/06/2026
Kartoffeln sind nach Tomaten das meistangebaute Gemüse in deutschen Gärten — und Kraut- und Braunfäule ist die meistgefürchtete Kartoffelkrankheit. Was ihre frühe Diagnose so wichtig macht: sie kann sich bei feuchtem Wetter innerhalb von 3 bis 5 Tagen von einem einzelnen Blatt auf das gesamte Beet ausbreiten.
6 Kartoffelkrankheiten und ihre sicheren Diagnosen:
🥔 Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans): der Schrecken jedes Kartoffelanbauers. Beginnt als wassergetränkte braun-schwarze Flecken an Blatträndern, oft mit einem weißlichen Sporenschimmer auf der Blattunterseite. Die Kombination aus feuchtem Wetter über 15°C und Temperaturen über 10°C nachts schafft optimale Ausbreitungsbedingungen
🥔 Coloradokäfer: die orangeschwarz-gestreifte Larve frisst Kartoffelblätter komplett kahl. Wichtig: Meldepflicht bei Massenauftreten beim Pflanzenschutzamt. Bei kleinen Flächen täglich absammeln bevor die Larven ausgewachsen sind — das funktioniert überraschend effektiv
🥔 Gewöhnlicher Schorf: korkige raue Flecken auf der Kartoffelschale die beunruhigend aussehen aber nur kosmetischen Charakter haben. Ursache ist zu trockener Boden während der Knollenbildung — gleichmäßige Bewässerung verhindert ihn
Prophylaxe gegen Kraut- und Braunfäule: hohe Beetbeete für bessere Luftzirkulation, Blätter nie befeuchten beim Gießen, Kupferpräparat vorbeugend alle 10 bis 14 Tage ab Mitte Juni.