30/10/2024
Welten Verbinden - Reisen durch Träume und Realitäten
Workshop 4 | Dienstag, 29. Oktober 2024 von 13:00 bis 17:00 Uhr
Thema: Tourismus | Museen | Gesundheit
Seminar, Kolloquium, Workshop – Architektur und Städtebau
Die LAGA 2006 und die BUGA 2015 haben die Region belebt und gezeigt, wie Rathenow, neben seiner Wahrnehmung als Stadt der Optik, und die Region für Touristen interessant wurde.
Das soll mit der IBA 2034 (Internationale Bauausstellung im Metropolenraum Berlin-Brandenburg) vertieft und erweitert werden. Für Rathenow, das ein IBA-Standort werden soll, spielt das Thema der Identität der Stadt ( Gestern – Heute – Morgen ) eine besondere Rolle. Dabei sollen die Themen des modernen Tourismus ( Natur – Gesundheit – Kultur ) betrachtet und ihre Potenziale beleuchtet werden. Aus dieser Kombination kann eine Grundlage für die Steigerung der Attraktivität von Stadt und Region sowohl für die Einwohner als auch den Tourismus entstehen.
Orte
Für diese Entwicklung ist auch der Stadtkörper mit Leerständen und Rückbauten ohne Nutzung von besonderem Wert, wie z.B. das leerstehende Postgebäude, die Fläche des abgerissenen Offizierskasinos, die Entwicklung des Körgrabens mit Grundstücken wie die Puschkinstr.88, der Optikpark oder die ehemalige Brauerei.
Begrüßung und Einführung durch Dipl. Ing. Arch. Sebastian Wagner
Die Vorträge gestalteten sich in der Weise, das der jeweilige Referent sich und das spezifische Wissen vorstellte, um dann auf das Thema Welten>Verbinden | Reisen durch Träume und Realitäten einzusteigen-
Der Vortrag von Prof. Dipl.-Ing. Ingeborg Kuhler, die das Landesmuseum für Technik und Arbeit, Technoseum“ in Mannheim erbaute, stellte den jahrzehntelangen Prozess vor und wie ein räumlicher den Wandel durch die Zeiten durch klare Beziehung zu Licht und Schatten bestehen kann und wie wichtig der gebaute Raum für das Erleben der Inhalte ist.
Prof. Eku Wand wanderte durch “Das virtuelle Museum”, in dem er die Technologien der virtuellen Welt mit dem Realraum verknüpfte und daran die Komplexität der Vermittlung von Information und Bild als auch einem 3 dimensionalen Objekt im Raum durch seinen Avatar zum Ausdruck brachte und die Gleichzeitigkeit der Welten vorführte. Er setzte die Komplexität der Materie durch scheinbar einfache Bilder nachvollziehbar ein,
Prof. Dr. Bernd Nicolai zeigte auf, wie Leerstände durch museale Themen gefüllt und lebendig werden können und wie das Museum in der heutigen Kultur als ökonomischer Stadtfaktor wirken kann.
Prof. Dr. Justus Eichstädt zeigte sehr deutlich, wie Rathenow als Stadt der Optik: ein klares Profil hat und wie die Identität einer Stadt dadurch geprägt werden kann. Durch jahrzehntelange Arbeit am Thema konnte er eindrucksvoll vorführen, worin das Potential von Rathenow liegt und diese zweite Reihe Stadt bereits einen nach außen gut vertretbares Alleinstellungsmerkmal besitzt
Dr. Peter Dietze, der maßgeblich das Heimatmuseum Rathenow mit entwickelt, beschrieb die Bedeutung, aber auch die Hindernisse, die Geschichte der Stadt zu bewahren und die Komplexität der Sicherungsmaßnahmen.
Durch den Beitrag des Herzchirurgen Dr. Holger Hotz, Kardiologie Berlin wurde der Zusammenhang der Entwicklung des Gesundheitswesens im ländlichen Raum durch die Telemedizin verdeutlicht und die Notwendigkeit von gesunden Räumen der Heilung, die er am Cardio Temple Cube des Architekten Sebastian Wagner beschrieb, anfassbar. Die kaufmännische Leiterin der Havelland Kliniken, Doris Zahn beschrieb sehr eindrucksvoll die Gesundheitslandschaft im Havelland und die sehr bewussten Umgangsformen der Havelland Kliniken sich den Aufgaben im ländlichen Raum zu stellen.
Die hybride Veranstaltung überzeugte durch ihre hochwertigen Beiträge, die Alleinstellungsmerkmale von Rathenow mit seinen pro und Cons herauszuarbeiten und Wegweiser für ein Leitbild zu sein, welches die IBA 34 in ihrer Themenfindung effektiv unterstützt und somit Rathenow in eine nächste Entwicklungsstufe befördern kann.