19/04/2026
⁉️ Was will ich leisten? Wieviel kann ich leisten? Wo sind meine Grenzen - zwischenmenschlich und im Arbeitsalltag? Wo werden Grenzen enger und wo völlig ungeahnt weiter? Was schlummert Ungeahntes in mir?
👨🏼🦽 Woche 8 ohne Lutz' Arbeitskraft im Garten ist vorbei und auf einige dieser Fragen habe ich Antworten gefunden, teilweise ohne zu fragen, das Leben und Lutz' kaputtes Knie haben sie mir geliefert. Es bleibt nicht kaputt, zum Glück. Die Sehne wurde repariert und nach und nach kann auch er im Garten wieder unterstützen, bisher nur minimal.
🥬🍅🥒🍆 Die Vorkulturen (Salate, Kohlrabi, Fenchel...) werden nun nach und nach Platz machen für die Hauptkulturen in den Häusern - Gurken und Tomaten sind zum Teil schon gepflanzt, Paprika und Auberginen warten im vollen Anzuchthaus darauf, aufs Beet zu kommen.
🚜🌱 Auch im Freiland pflanzen wir seit einigen Wochen. Ich bearbeite die Beete, repariere Wasseranschlüsse, säe Gründüngung ein, kämpfe mit der Walze und den 🐌, die sich bei diesem Wetter sauwohl fühlen.
🐑🌸🌿 Lämmchen wurden geboren, Bäume haben geblüht und Blätter bekommen, der Frühling ist da, der Sommer wird kommen, alles geht ineinander über.
👩🏻🌾 Garten kann ich nicht mehr, dachte ich noch Anfang dieses Jahres. Das stimmt nicht, sehe ich jetzt. Bei der Vielzahl meiner momentanen Verantwortlichkeiten ist es gut, dass Lutz mitdenkt, Aussaaten etc im Blick hat.
🤸🏻♀️ Ich wachse über mich hinaus. Die Erkenntnis, dass auch ich den Garten hauptverantwortlich übernehmen könnte und darauf große Lust habe, eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten bzgl der Nachfolge für Lutz. Wir brauchen nicht zwingend eine*n Gärtner*in. Die Aufgabenbereiche könnten ganz anders geordnet und vergeben werden.
Allein für diese Erkenntnis und mein immenses Gefühl von Selbstwirksamkeit hat sich diese große Herausforderung gelohnt.
Und immer noch bin ich täglich dermaßen dankbar, an diesem irre schönen Ort leben und wirken zu dürfen.