19/02/2026
Wer wissen will, welche Vögel im eigenen Garten leben, muss wissen, was sie fressen — und was sie dafür brauchen 🐦
Insektenfresser — natürliche Schädlingsbekämpfer:
Kohlmeise: frisst Blattläuse, Raupen, Larven. Ein Brutpaar verfüttert bis zu 10.000 Raupen pro Saison an seine Jungen.
Rotkehlchen: jagt Würmer und Bodeninsekten, folgt oft dem Spaten beim Umgraben.
Hausrotschwanz: fängt Fliegen, Mücken, Spinnen im Flug.
Zilpzalp: Spezialist für Blattläuse und Kleininsekten im Laubwerk.
Rauchschwalbe: fängt fliegende Insekten im Flug, brütet in offenen Gebäuden.
Mehlschwalbe: frisst Mücken und Eintagsfliegen, baut Lehmnester unter Dachvorsprüngen.
Körnerfresser — Samen und Beeren:
Haussperling: Samen, Getreide, Brotkrümel. Braucht Nischen zum Brüten.
Stieglitz: Samen von Disteln, Sonnenblumen und Karden — deshalb Samenständer im Herbst stehen lassen.
Buchfink: Baumsamen und Beeren, häufigster Fink in Deutschland.
Grünfink: Ölhaltige Samen, liebt Sonnenblumenkerne am Futterhaus.
Türkentaube: Samen am Boden, Getreide, häufig an Futterstellen.
Girlitz: Kleinste Samen von Wildkräutern — ein Grund mehr, nicht alles abzumähen.
Allesfresser — vielseitig und anpassungsfähig:
Amsel: Regenwürmer, Beeren, Fallobst. Der häufigste Gartenvogel Deutschlands.
Mönchsgrasmücke: Insekten im Sommer, Beeren im Winter. Überwintert zunehmend in Deutschland.
Star: Insekten, Obst, Samen. Spektakuläre Schwarmflüge im Herbst.
Aaskrähe: Allesfressender Opportunist.
Elster: Eier, Insekten, Samen, Früchte.
Eichelhäher: Eicheln, Nüsse, Insekten. Wichtigster Eichenverbreiter im Wald.
So hilft der Garten: Futterhäuser mit Sonnenblumenkernen und Fettfutter, Nistkästen für Meisen und Rotschwänze, heimische Beerensträucher (Holunder, Schneeball, Schlehe) und Samenständer im Herbst stehen lassen. Vor allem: keine Pestizide — jedes Gift im Garten tötet die Nahrungsgrundlage der Insektenfresser.