03/03/2015
Praktikumsbericht Jonas Lehmann
In der Zeit vom 09.02.2015 bis 20.02.2015 war ich Schülerpraktikant im Architekturbüro GKK & PARTNER ARCHITEKTEN. Das umweltfreundliche und energiesparende Bauen ist ein besonderer Schwerpunkt des Planungsbüros. Es war meine Aufgabe zu diesem Thema einen Beitrag in Facebook zu schreiben:
Verschiedene Möglichkeiten, Co2-Einsparungen
Energiesparen wird heute und auch in der Zukunft eine ganz große Rolle spielen. Denn Energie ist begrenzt. Man kann zwar Energie in großen Mengen herstellen, aber es kommt darauf an, wie und wofür sie verwendet wird. Man kann Energie durch Atom- und Kohlekraftwerke herstellen. Aber immer mehr Menschen setzen auf umweltfreundliche Energieerzeugung wie zum Beispiel durch Windkraft oder Solaranlagen. Solaranlagen lassen sich auch einfach auf Dächer von Gebäuden bauen. So könnte theoretisch jedes Haus seinen Energiebedarf selber decken. An erster Stelle energetischer Maßnahmen sollte aber immer die Energieeinsparung stehen.
Reduzierung der Transmissionswärmeverluste
Der Energieverluste in vielen Bestandsbauten insbesondere aus der Zeit zwischen 1950 und 1990 sind besonders hoch. Durch geeignete Dämmmaßnahmen der gesamten Gebäudehülle (Fassade, Bodenplatte / Keller und Dach) können die Transmissionswärmeverluste erheblich reduziert werden.
Vorgehängte, hinterlüftete Fassade
Die vorgehängte hinterlüftete Fassade ist eine besonders nachhaltige Lösung zur Fassadensanierung. Die neue Gebäudehülle wird auf einer Unterkonstruktion mit einem Abstand von ca. 20 cm an der tragenden Wand montiert. Der neue Fassadenaufbau besteht aus mehreren Schichten (Tragende Wand, Wärmedämmung nach Energieeinsparverordnung, Luftschicht, Fassadenbekleidung). Zwischen Wärmedämmung und Fassadenplatte entsteht ein Hohlraum, in dem anfallende Feuchtigkeit abtransportiert werden kann.
Neben der Energieeinsparung kann durch eine energetische Sanierung der Fassade auch das Erscheinungsbild des Gebäudes aufgewertet werden. Die Fassadenbekleidung kann aus verschiedenen Materialien bestehen (Naturstein, Ziegel, HPL-beschichtete Platten, Faserzement).
Sanierung Clara-Grunwald-Haus
Das Clara-Grunwald-Haus wurde 1974 am Leopoldplatz in Berlin-Mitte errichtet. Das Gebäude wird von verschiedenen Einrichtungen genutzt (Kindertagesstätte, Behindertenwerkstatt, Gesundheitszentrum). Das bestehende Gebäude war mit Schadstoffen belastet und Innen wie Außen stark sanierungsbedürftig.
Die Fassade und Fenster entsprach nicht mehr modernen Energiestandards, so dass die Transmissionswärmeverluste enorm hoch waren. Im Rahmen der energetischen Sanierung wurde die Fassade komplett erneuert. Durch die Anbringung einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade und durch den Einbau von neuen Holzfenstern mit Isolierverglasung wurden die Transmissionswärmeverluste auf ein Minimum reduziert. Die Fotos zeigen das neue Erscheinungsbild des Gebäudes mit den farbig gestalteten HPL-Platten. HPL-Platten bestehen aus mehreren Schichten Papier und Harz, die unter hohem Druck zusammengefügt wurden. HPL-Platten sind extrem witterungsbeständig, widerstandsfähig und kratzfest.
Jonas Lehmann