03/03/2026
Museale Räume. Tragend gedacht.
Im Zuge der umfassenden Sanierung des Museums für Textil- und Industriegeschichte in Forst wurde das Hauptgebäude auch statisch und funktional neu gedacht. Die historischen Holzbalkendecken wurden für die künftige museale Nutzung verstärkt, während für die neuen Archivflächen eine eigenständige Stahlkonstruktion mit separatem Lastabtrag über Stahlbetonstützen entstand. Ein neues Treppenhaus und ein Lastenaufzug sorgen hier nun für eine zeitgemäße Erschließung.
Auch das Nebengebäude wurde konsequent weiterentwickelt: In seiner ursprünglichen vorkriegszeitlichen Kubatur wiederhergestellt, aufgestockt und um einen großzügigen Veranstaltungssaal ergänzt. Highlight ist die Dachkonstruktion mit 15 Meter weit spannenden hölzernen Fachwerkträgern. Eine besondere Herausforderung war dabei die Entwicklung eines Aussteifungssystems, das den hallenartigen Neubau sensibel mit dem historischen Bestand verbindet.
Zur Vervollständigung des Ensembles entstand außerdem ein neuer Lokschuppen für die „Schwarze Jule“ in moderner Stahlbetonbauweise.
Für die museale Nutzung der Gesamtanlage waren umfangreiche Wanddurchbrüche und konstruktive Abfangungen erforderlich, die präzise geplant und behutsam in die bestehende Struktur integriert wurden.
Bilder kurz erklärt:
1 Einbau Fachwerkträger Nebengebäude
2 + 3 Aufstockung Nebengebäude
4 Deckenabstützung Hauptgebäude
5 Gussstütze Hauptgebäude
6 Sanierung Kappendecke Nebengebäude
7 Neubau Lokschuppen
8 Baustellenüberblick
9 neuer Eingangsbereich
📸 (Bild 9)