24/09/2020
Dachbegrünung – ein leichter Schritt für die extra Quadratmeter Grünfläche
Der erste Herbstregen ist gefallen und die Pflanzen atmen auf nach diesem langen trockenen Sommer. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt sich über die Begrünung des Dachs oder des Carports Gedanken zu machen. Denn schon die wenigen Quadratmeter eines Carports können im nächsten Sommer einen erheblichen Unterschied machen, wie heiß es auf Ihrem Grundstück werden kann.
Bei Steingärten ist es mittlerweile hinreichend bekannt, dass sich an heißen Sommertagen die Hitze auf über 70C° aufbauen kann, die durch die Speicherfunktion der Steine auch über Nacht stetig weiter abgegeben wird, sodass für Mensch und Tier keine Erholungspausen eintreten können. Ähnlich ist es bei Dachflächen, auch wenn diese sich über Nacht ein wenig schneller wieder abkühlen. Sind diese Flächen allerdings begrünt steigen die Temperaturen selten über 30C° und halten somit die Umgebungstemperatur in ertragbaren Grenzen.
Der Aufbau einer extensiven Dachbegrünung für ein Carportdach ist relativ einfach. Nach einer Sichtkontrolle, ob die vorhandene Dachfläche wasserdicht ist, wird ein Schutzvlies auf das Dach aufgelegt. Auf dieses Vlies wird eine maximal 10cm dicke Erdmischung aufgebracht, die auf die Bedürfnisse der verschiedenen Sedum-Pflanzen abgestimmt ist und das Abfließen von überschüssigem Regenwasser ermöglicht. Wichtig sind hierbei, für die extensive Dachbegrünung, die Substratmengen im Blick zu behalten, damit bei Starkregenereignissen kein zu hohes Gewicht auf der Statik des Daches lastet. Anschließend kann entweder eine bereits vorbereitete Sedummatte ausgerollt werden, die man mit leichtem Druck mit der Erdmischung verbinden sollte, oder alternativ kann eine Saatmischung ausgebracht werden.
Der Vorteil der vorbereiteten Sedummatten ist, dass die Pflanzen sich noch vor den Wintermonaten gut mit dem Substrat verwurzeln können und so schon im nächsten Frühjahr zur prächtigen Blütenpracht beitragen können. Bei der händisch ausgestreuten Variante dauert das Verwurzeln ähnlich lang, aber da die Pflanzen sich erst am Standort entwickeln müssen, ist mit einer späteren Blütezeit zu rechnen. Auch können eher Lücken entstehen, wenn die Wässerung in den ersten Wochen ungleichmäßig erfolgt.
Im Jahresverlauf beginnen dann die verschiedenen Pflanzen, wie Hauswurz, Mauerpfeffer oder Fetthenne abwechselnd zu blühen, sodass Ihr Dach mal in Gelb und mal in zart Rosa erstrahlt und den Insekten immer wieder verschiedene Nahrung zur Verfügung stellt.
Wollen auch sie ein begrüntes Dach oder Ihren Steinvorgarten loswerden, dann melden sie sich gerne bei uns. Wir besprechen mit Ihnen vor Ort, was die passende Lösung sein kann und helfen Ihnen bei der Umsetzung.
Bilder: Pixabay