29/03/2024
Kirschlorbeer ist pflegeleicht und schnellwachsend - und deswegen sehr beliebt. Für Insekten und Vögel hat er aber nicht viel zu bieten. Eher im Gegenteil. �
Der NABU bezeichnet die Pflanze als „Verbrechen an der Natur“ und „hochgiftige, ökologische Pest“. Blätter und Samen sind giftig, für Kinder sogar tödlich. Außerdem ist der Kirschlorbeer schwer kompostierbar und hat für Insekten so gut wie nichts zu bieten. �
Auch dient der Kirschlorbeer nur wenigen Vogelarten als Futterquelle. Anders ist das bei heimischen Pflanzen: An Wacholder oder der Vogelkirsche bedienen sich bis zu 50 Arten. �
Versehentlich ausgewilderter Kirschlorbeer wuchert außerdem so extrem, dass heimisches Gehölz im Wald durch Lichtentzug komplett verdrängt wird. Der Kirschlorbeer steht mittlerweile auf der Schwarzen Liste invasiver Arten.�
Die Schweiz greift jetzt ein und hat den Kirschlorbeer mit einem Verbot versehen. Ab 1. September darf die Pflanze nicht mehr verkauft, verschenkt oder importiert werden. Damit soll verhindert werden, dass sich die invasive und gebietsfremde Pflanze noch stärker in der Umwelt ausbreitet und Schäden anrichtet.�
Eine Kirschlorbeerpflanze im Garten zu haben, sei laut Bund Naturschutz nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn Gärten zum Großteil mit Exoten angelegt werden, wie es v. a. bei vielen Neubauten der Fall ist. Von heimischen Stauden fehlt oft jede Spur.