15/04/2020
Englischer Rasen oder Spielwiese? Für den einen soll es der perfekte grüne Teppich sein, für den anderen steht die Strapazierfähigkeit im Vordergrund. Welchen Rasentyp auch immer Sie bevorzugen, sein Aussehen hängt vor allem von der Pflege ab, die Sie ihm zukommen lassen.
1. Hohe Drehzahl, scharfes Messer
Sichelmäher schlagen das Gras mit waagerecht rotierenden Schneiden ab. Für einen sauberen Schnitt muss das Messer sehr scharf sein. Daher sollten Sie es mindestens einmal im Jahr – vorzugsweise während der Winterpause – in einer Fachwerkstatt nachschleifen lassen. Tipp: Schauen Sie sich zur Messerkontrolle einfach die Schnittflächen der Gräser genau an. Wenn sie stark ausgefranst sind, ist das Messer zu stumpf. Achten Sie beim Mähen auch auf eine hohe Drehzahl. Je schneller das Messer des Rasenmähers rotiert, desto sauberer schneidet es.
2. Umso öfter umso schöner
Regelmäßiges Mähen ist für einen schönen Rasen unabdingbar. Durch den wiederkehrenden Schnitt verzweigen sich die Gräser an der Basis und die Fläche bleibt schön dicht. Alle sieben Tage, gilt als Richtwert für die Mähfrequenz. Im Mai und Juni, wenn die Gräser besonders schnell wachsen, kann auch das zu wenig sein. Die Mähhäufigkeit hängt auch vom Rasen-Saatgut ab: Ältere, ausgewogen gedüngte Rasenflächen aus Qualitätssaatgut wachsen im Jahresverlauf durchschnittlich 2,5 Zentimeter pro Woche. (Billigmischungen wie den "Berliner Tiergarten" ca. 3,6 Zentimeter pro Woche).
3. Auf das Saatgut kommt es an…
An Schattenplätzen, vor Hecken und unter Bäumen ist der Rasen oft sehr spärlich. Hier kommt es auf das richtige Saatgut an. Unser Schattenrasensamen wächst auch an diesen Stellen dicht.
Die richtige Bodenpflege mit Engelharts Boden aktiv verhindert und beseitigt Staunässe, Verdichtungen und somit Moose dauerhaft.
4. Mulchen statt Fangen
Das Mulchmähen ist inzwischen sehr beliebt. Vorteile: Man muss kein Schnittgut entsorgen, weil es gleich beim Mähen von den Messern zerkleinert wird und in der Grasnarbe verrottet. Durch die natürliche Nährstoffrückführung bekommt der Rasen ständig etwas Dünger und die dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt sorgt dafür, dass der Boden bei Trockenheit nicht so viel Wasser verliert. Das A & O beim Mulchmähen: in der Hauptwachstumszeit nicht zu viel Schnittgut anfallen lassen. Was den Rasen abdeckt schadet! Weil das vor allem für berufstätige Hobbygärtner häufig schwierig ist, haben sich Rasenmäher bewährt, die sowohl Mulchen als auch Fangen können.
5. Die optimale Schnitthöhe einstellen
Wir neigen dazu den Rasen zu tief zu mähen. Vermeintlich spart man „Mäharbeit“. Dies ist aber leider nicht so. Eher schädigt man die Pflanzen und legt viel Platz für Beikräuter frei, die es Ihnen durch sofortiges Anwachsen danken. Fünf Zentimeter Schnitthöhe sind für einen durchschnittlichen Gebrauchsrasen optimal. Der Wert kann je nach Geschmack um fünf Millimeter unterschritten oder überschritten werden, ohne dass das für den Rasen negative Folgen hätte. Wird die Schnitthöhe nicht in Zentimetern dargestellt, sondern in Stufen von zum Beispiel "1" bis "5", schauen Sie entweder in der Bedienungsanleitung nach, welchen Schnitthöhen die Stufen entsprechen, oder mähen Sie eine kleine Fläche zur Probe.
In Schattenlagen sollten Sie den Rasen etwa 1 cm länger lassen, da die Gräser sonst nicht genügend Sonnenlicht aufnehmen können. Auch im Herbst sind wegen der nachlassenden Lichtstärke 6 cm Mähhöhe ratsam. Auch während sommerlicher Hitze- und Trockenperioden sollte der Rasen ebenfalls nicht zu stark gekürzt werden. Längere Grashalme beschatten den Boden besser und lassen ihn nicht so schnell austrocknen.
6. "Ein-Drittel-Regel" beachten
Schneiden Sie nie zu viel auf einmal ab. Wenn Sie beim Rasenmähen den Vegetationspunkt auf etwa halber Höhe des Grashalms entfernen, dauert es relativ lange, bis der Trieb sich erholt und neu austreibt. Die Folge: Der Rasen wird lückig und verbrennt bei Trockenheit leichter. Eine gute Hilfestellung bietet die "1/3-Regel". Sie besagt, dass man nie mehr als 1/3 der Blattmasse abmähen sollte. Wenn Sie Ihren Rasenmäher auf 5 cm Schnitthöhe eingestellt haben, sollten Sie also spätestens bei einer Rasenhöhe von 8 cm erneut mähen.
7. Nach dem Urlaub langsam an die alte Schnitthöhe gewöhnen
Wenn Sie Ihren Rasen mehrere Wochen nicht mähen konnten, müssen Sie die Gräser in mehreren Etappen unter Berücksichtigung der "1/3-Regel" wieder an die ursprüngliche Schnitthöhe gewöhnen. So verlagern sich auch die Vegetationspunkte der Gräser langsam wieder nach unten.
8. Bei Nässe nicht mähen
Bei Nässe sollte der Rasen nicht gemäht werden, da die Blätter und Halme im feuchten Zustand nicht sauber abgeschnitten werden. Der Rasenmäher wird stärker beansprucht.
9. Schnittbreite des Rasenmähers ausnutzen
Durch die Nutzung der gesamten Schnittbreite des Rasenmähers, sind Sie nicht nur schneller fertig, sondern erzielen auch ein einheitliches Schnittbild. Der Rasenmäher sollte immer eine Radbreite in die geschnittene Mähspur hineinragen. Auf diese Weise entsteht eine übergangslose und streifenfreie Fläche.
10. Rasenkanten nicht beschädigen
Wenn Ihr Rasen eine "englische Rasenkante", also einen sorgfältig abgestochenen Rand besitzt, müssen Sie aufpassen, dass die äußeren Räder des Rasenmähers nicht in das angrenzende Beet abrutschen. Sonst kann es passieren, dass das Messer Teile der Grasnarbe einfach abtrennt. Lassen Sie besser einen schmalen Streifen stehen und schneiden Sie diesen nachträglich mit einer Rasenkantenschere ab. Randsteine als Beeteinfassungen sind hier eine gute Alternative.
11. Löwenzahn und Co. Beikräuter
Wen Weißklee oder Gänseblümchen im Rasen stören, der sollte den Rasen jedes Frühjahr mit Engelharts Rasendünger düngen und niemals zu kurz Mähen. Auch die Beikräuter wachsen lieber in der Sonne als im vom Rasen beschatteten Boden. Durch zu kurzes mähen schädigt man die Graswurzeln, es entstehen Löcher, die sofort von Gänseblümchen, Klee und Löwenzahn genutzt werden.
Auch hier gilt umso öfter gemäht wird, umso schöner ist der Rasen bzw. umso weniger Beikräuter wachsen an.
12. Düngung und Bodenpflege
Nicht zuletzt bleibt zu beachten, dass nur Gras, das gut mit allen Nährstoffen und Spurenelementen versorgt ist, strapazierfähig, gesund und dicht ist. Auch wenn der Rasen mit dem Schnittgut gemulcht wird, gehen Nährstoffe und Spurenelemente verloren. Mangelhafte Versorgung zeigt sich schnell in Form von magerem, dünnem Gras und dem Überhandnehmen von Beikräutern. Im besonderen Moos weißt auf einen ausgemagerten Boden mit Staunässebildung hin. Mit Engelharts Boden aktiv und Engelharts Rasendünger sorgen Sie für einen gesunden Boden und geben Ihrem Rasen alles was er braucht. Natürlich und langzeitig.
13. … und der Maulwurf?
…zeigt Ihnen an, dass Sie ein gesundes, aktives Bodenleben mit vielen Würmern haben. Er mag seine Ruhe. Öfter mähen, fußballspielende Kinder und pfeifende Flaschen sind ihm ein Graus.