06/06/2026
⚠️ Heute müssen wir leider einmal deutlichere Worte finden. ⚠️
Der gestrige Einsatz nach dem Verkehrsunfall zwischen einer jugendlichen Fahrradfahrerin und einem PKW hat uns nicht nur wegen des eigentlichen Unfallgeschehens beschäftigt.
Erneut wurden Absperrungen ignoriert. Erneut mussten Einsatzkräfte mit Menschen diskutieren, die „nur mal schnell durch“ wollten. Erneut standen Schaulustige an der Einsatzstelle und versuchten, einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen.
Und ganz ehrlich: Dafür haben wir kein Verständnis mehr.
Wenn wir eine Einsatzstelle absperren, dann hat das einen Grund. Nicht aus Spaß. Nicht um jemanden zu ärgern. Sondern weil dort Menschen versorgt werden, Gefahren bestehen oder Einsatzkräfte Platz zum Arbeiten brauchen.
Gestern ging es um ein junges Mädchen, das nach einem schweren Unfall unter einem PKW eingeklemmt war. Stellt euch vor, ihr selbst, euer Kind oder ein guter Freund läge dort verletzt und verängstigt am Boden. Würdet ihr wollen, dass fremde Menschen zuschauen, gaffen oder versuchen, möglichst nah heranzukommen?
Wahrscheinlich nicht.
Trotzdem erleben wir genau das immer wieder.
Während Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei um die bestmögliche Versorgung kämpfen, müssen Einsatzkräfte gleichzeitig Absperrungen überwachen, Diskussionen führen und Schaulustige fernhalten. Das bindet Personal und Zeit, die eigentlich für die Hilfeleistung benötigt werden.
Hinter jedem Absperrband befindet sich kein Spektakel. Dahinter befindet sich ein Mensch, der Hilfe braucht.
Deshalb unsere klare Botschaft:
❌ Ignoriert keine Absperrungen.
❌ Diskutiert nicht mit Einsatzkräften.
❌ Macht Einsatzstellen nicht zu eurem Zuschauerplatz.
✅ Respektiert die Privatsphäre der Betroffenen.
✅ Respektiert die Arbeit der Einsatzkräfte.
✅ Haltet Abstand und geht weiter.
Wer helfen möchte, hält sich fern und ermöglicht uns, unsere Arbeit zu machen.