03/11/2020
Ganz wichtig ist...
.. das richtige Lüften!
Die Möglichkeit, durch Lüften Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen, beruht darauf, dass Luft, abhängig von der Temperatur, unterschiedliche Mengen Wasserdampf aufnehmen kann. Warme Luft enthält bei gleicher relativer Feuchte viel mehr Wasser als kalte. Kalte Außenluft im Winter enthält wenig Wasser, auch wenn ihre relative Feuchtigkeit hoch ist. Kalte Außenluft, die beim Lüften in den Innenraum gelangt, nimmt beim Erwärmen Feuchtigkeit auf, die mit der erwärmten Luft wieder nach außen abgeführt wird. Bei sehr kalter Außenluft kann im Innenraum (selbst bei Regenwetter) durch Lüftung, eine Austrocknung erzielt werden.
Je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen.
In einem 3-Personen-Haushalt werden durch die Wasserdampfabgabe der Personen durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen sowie durch Pflanzen, Aquarien und andere Feuchtequellen täglich etwa 6 bis 14 Liter Wasser freigesetzt.
Um 10 kg Wasser aus Innenräumen abzuführen, müssen ca. 3000 m³ Luft bewegt werden. Dieses bedeutet, dass der Luftinhalt der Innenräume im Mittel etwa 7 mal ausgetauscht werden muss, um die unerwünschte Feuchtigkeit abzutransportieren.
Je schlechter die Wärmedämmung der Außenwände ist oder je mehr bauliche Fehler bei der Gebäudekonstruktion gemacht wurden und je schlechter Außenwände durch zirkulierende Raumluft erwärmt werden (z.B. hinter Schränken oder Wandverkleidungen), umso niedriger ist im Winter die Oberflächentemperatur dieser Außenwände. Damit nimmt die relative Feuchte an der Innenwandoberfläche und die Gefahr der Tauwasserbildung entsprechend zu.
WICHTIG:
An Außenwänden sollten, vor allem bei "kalten" Wänden, keine Möbelstücke, Bilder oder schwere Gardinen unmittelbar an die Wand gestellt bzw. daran angehängt werden. Als Richtschnur kann ein Mindestabstand von ca. 10 cm gelten. Bei Kellerräumen ist die Wandtemperatur zur Raumseite hin auch im Sommer häufig niedrig.
Da aber die absolute Feuchte der Außenluft im Sommer oft hoch ist, wäre dann häufiges Lüften mit Außenluft zum Abtrocknen falsch, weil immer mehr Feuchtigkeit in den Raum eingetragen wird und an den kalten Wänden kondensiert.
Das Lüften sollte dann in die frühen Morgenstunden verlegt werden.
Die Vorgehensweise bei der Sanierung von Schimmelbelasteten Flächen kann sehr vielschichtig sein, beginnend mit einer oberflächlichen Behandlung bei kleinen Flächen bis hin zur Kernsanierung inkl. Rückbau. Dementsprechend sollten größere Sanierungsmaßnahmen ausschließlich von Fachfirmen durchgeführt werden, die über das geeignete Fachwissen und Equipment verfügen.
Quellen:
Hahne-Schimmelsanierung
Schimmelpilzsanierungsleitfaden und Schimmelratgeber, Umweltbundesamt
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung nach Biostoffverordnung (BioStoffV)