05/07/2023
Alles im grünen Bereich? - Was bringen Gebäude-Begrünungen wirklich?
Es grünt so grün auf deutschen Dächern: Wer mit der Zeit geht begrünt. Doch haben bepflanzte Dächer und Fassaden tatsächlich so viele Vorteile oder sind sie übertrieben gehyped?
Ein teurer Spaß? - Keineswegs: Ein Gründach kostet etwa 1,3% der gesamten Baukosten eine Immobilie, bei mehrgeschossigen Wohngebäuden sind es sogar nur 0,4%.
Großer Aufwand?- Ein Kiesdach verursacht die gleichen statischen Mehraufwände wie eine gängige, extensive Dachbegrünung. Auch Kosten für Pflege und Wartung sind minimal, zudem gibt es in vielen Städten zum Beispiel anteilige Ersparnis der Niederschlagswassergebühren.
Viele Vorteile und Langlebigkeit: Gründächer schützen nicht nur das Dach und die Dachabdichtungen vor Witterungseinflüssen, sie verringern auch Temperaturschwankungen im Vergleich zu Kies- oder Bitumendächern. Ein begrüntes Dach hält daher etwa doppelt so lang. Wird auf dem Gründach eine Photovoltaik-Anlage installiert, verbessert sich durch die kühlende Wirkung der Pflanzen deren Wirkungsgrad.
Zudem verringert das Gründach die Oberflächentemperatur bei sommerlicher Hitze um 3 bis 4 Grad, im Winter wirkt es wärmedämmend und sorgt so für Energieeinsparungen. Durch Regenwasser-Verdunstung haben Gründächer auch positive Effekte auf das Umgebungsklima, bei Starkregen können sie schwammartig größere Mengen des Niederschlagswassers aufnehmen und sie vermindern durch Schallabsorption sogar den städtischen Lärmpegel. Auch Vögel- und Insekten profitieren von der Begrünung von Gebäuden. Fassaden-Begrünungen haben vergleichbare Effekte, hier profitiert man natürlich weniger von der Aufnahme von Niederschlagswasser, dafür sorgen sie für effektive Beschattung. Gebäudebegrünung hat also tatsächlich viele begründete Vorteile.
Wo plant ihr gerade grüne Dächer und Fassaden?