08/03/2022
Warum sollte man eine Fassade mit Silikatfarbe streichen!
Silikatfarben sind wasserverdünnbare, stark alkalische Anstrichstoffe auf Basis von kieselsäurereichen Kaliwasserglas. Aufgrund ihrer hohen Wasserdampfdurchlässigkeit eignen sie sich besonders für mineralische Untergründe, beispielsweise für Putze mit einer hohen Wasserdampfdurchlässigkeit. Wegen des Bindemittelgehaltes nennt man sie auch Wasserglasfarben. Aber auch unter dem Namen Mineralfarben sind sie bekannt, da sie ursprünglich nur mit natürlich vorkommenden mineralischen Pigmenten hergestellt worden sind.
Silikatfarben sind absolut lichtecht und wetterfest, äußerst wasserdampfdurchlässig und unempfindlich gegen schwefelhaltige Abgase. Sie erscheinen matt aber leuchtend. Die Farbpalette ist auf wasserglasbeständige, anorganische Pigmente und somit auf die eher gedämpfte Farbigkeit historischer Architektur beschränkt. Silikatfarben sind deshalb die Farben der Denkmalpflege. Je nach Auftrocknung sind Farbtonschattierungen möglich und stellen deshalb keinen Mangel dar. Die Silikatfarben sind in der DIN 18363 geregelt.
Im Gegensatz zu den Dispersionsfarben verkleben Silikatfarben nicht mit oder auf dem Untergrund, sondern gehen mit ihm eine chemische Verbindung ein, die auch als Verkieselung bezeichnet wird.
Weil die meisten Fassade mit billigen Dispersionsfarben gestrichen wurden empfehle ich eine Überarbeitung mit einer hochwertigen Bindemittel-Kombination aus Silikat und Silicon
Zum Beispiel mit Soldalit von Keim.
Im technischen Merkblatt kann man die Vorteile
Nachlesen.