03/01/2025
-- Wohnprojekt in Wiehl --
Die Idee:
In Wiehl-Weiershagen soll „Mitten im Dorf“ ein genossenschaftlich organisiertes Wohnprojekt entstehen.
Geplant sind 11 barrierefreie, teils rollstuhlgerechte Wohnungen mit Größen von 70-100qm,
ein offenes Tagespflegeangebot und ein Dorfcafé als Treff- und Veranstaltungsort - auch für das ganze Dorf.
Abgerundet wird das Angebot durch gemeinschaftlich nutzbare Hof- und Gartenflächen für eine vielfältige, lebendige und solidarische Nachbarschaft.
Das Angebot richtet sich sowohl an junge Familien, als auch an ältere Menschen zur Erreichung einer gemischten Altersstruktur.
Gemeinsam mit den künftigen Nutzer:innen soll qualitativ hochwertiger Wohnraum realisiert und langfristig günstige Mieten gewährleistet werden.
Durch die bereits vorliegenden Planungen und Genehmigungen, ist ein Baustart kurzfristig möglich.
Der Anspruch:
Erstellt werden die Gebäude in DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) -überwachter und zertifizierter Bauweise, mit bevorzugt recyclebaren und möglichst ökologischen Baustoffen.
Die Beheizung erfolgt über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe und Fußbodenheizung.
Alle Wohnungen werden durch einen eigenen Eingang über einen Laubengang erschlossen, verfügen über einen eigenen Balkon oder Terrasse, erhalten eine dezentrale Lüftungsanlage und werden durch eine großflächige Photovoltaikanlage energetisch unterstützt.
Der Gebäudeenergiestandard erfüllt die Kriterien des KfW-Effizienzhaus 40 NH.
In dem Wohnprojekt soll individuelles Wohnen mit Gemeinschaft verbunden werden. Eigene Wohnungen bieten Rückzugsraum, Unabhängigkeit und Privatsphäre.
Gleichzeitig laden Gemeinschaftsflächen zu Treffen und gemeinsamen Aktivitäten ein. Begegnungen, wertschätzendes, respektvolles Miteinander, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Tun sind dabei wichtig.
Das Modell:
Die genossenschaftliche Organisation des Projektes als Zusammenschluss einzelner (11) Mitglieder, bietet den zukünftigen Bewohner:innen Vorteile und Sicherheit unabhängig von individuellen Ressourcen. Die Genossenschaft ist nicht gewinnorientiert und Überschüsse fließen in das Wohnprojekt zurück. Es entsteht möglichst preisgünstiger Wohnraum und die Mitglieder müssen weder mit unerwarteten Mietsteigerungen noch mit der Veräußerung der Wohnung rechnen. Die Bewohner:innen sind Gesellschafter:innen des Unternehmens, dessen Wohnung sie mieten. Sie entscheiden gleichberechtigt und demokratisch und gestalten proaktiv die Entwicklung der Genossenschaft.
Nach der Entscheidung für eine bestimmte Wohnung werden die zukünftigen Nutzer:innen Mitglieder in der Genossenschaft und legen abhängig von der Größe der Wohnung Geschäftsanteile in die Genossenschaft ein. Mit den Geschäftsanteilen als Eigenkapital finanziert die Genossenschaft die Baukosten. Nach dem Bezug der Wohnung zahlen die Nutzer:innen der Genossenschaft eine monatliche Nutzungsgebühr. Wenn ein Mitglied die Genossenschaft verlässt, bekommt es die Geschäftsanteile zurückgezahlt. Die Geschäftsanteile, die für die jeweilige Wohnung in die Genossenschaft eingezahlt werden, können über die KFW finanziert werden (Kredit 134 – Förderung genossenschaftlichen Wohnens).