02/05/2021
Καλό Πάσχα! Frohe Ostern!
Die beweglichen Feste, wie Ostern, werden in der orthodoxen Kirche nach dem julianischen Kalender gefeiert, selten zusammen mit dem westlichen Osterfest, das nach dem gregorianischen Kalender berechnet wird.
Heute ist es in Griechenland so weit.
Dieses Jahr vielleicht etwas anders, aber Ostern in Griechenland ist etwas ganz besonders.
Angefangen schon mit der Fastenzeit, geprägt von kirchlichen Zeremonien, wird besonders der Kreuzigung und dem Begräbnis Jesu bedacht.
Am Gründonnerstag findet das traditionelle Eierfärben statt. Während in Deutschland kunterbunt gefärbt wird, besinnt man sich in Griechenland auf Rot. Die rot gefärbten Eier werden oft mit dem süßen, traditionellen Ostergebäck – Tsoureki – angeboten.
Am Karfreitag zeigt die Prozession mit dem Epitafio, dem mit Blumen geschmückten symbolischen Grab Jesu, die ganze Mystik der Orthodoxen Kirche.
Samstag Mitternacht, also am Beginn des Ostersonntags, schlagen feierlich die Glocken. Der Höhepunkt ist der Moment, in dem der Priester „Christos Anesti“-„Jesus ist auferstanden“ ruft. Alle erwidern mit „Alithos Anesti“-„Er ist wahrhaft auferstanden“.
Auch nur als Besucher wird man das große und emotionale Gemeinschaftsgefühl spüren, das in diesem Moment herrscht.
Jetzt wird das Osterlicht verteilt und mit den Familien nach Hause getragen. Hier wird schon die griechische Ostersuppe, die Magiritsa serviert, die traditionell aus den Innereien des Lamms, das für den Ostersonntag vorgesehen ist, vorbereitet wurde. Dazu gibt es das Osterbrot und die rot gefärbte Ostereier. Hier hört man „na tsougrisoume“ bevor das Ei auf das des Gegners geschlagen wird und ein Eiertitschwettbewerb startet.
Am Ostersonntag wird gegrillt, gefeiert und geschlemmt. Dabei fehlt auf keinem griechischen Teller das Osterlamm. Je nach Region fallen die Feierlichkeiten unterschiedlich aus, ausgelassen und einladend sind jedoch alle.